Dienstag, 30. Dezember 2008

Das war's

Das Kalenderjahr 2008 hatte 52 Wochen und hat somit bereits am letzten Sonntag geendet. Will sagen: rein sportmäßig befinde ich mich schon seit 2 Tagen oder 3 Trainingseinheiten im neuen Jahr ;-)

Etwas zum lesen für die Statistiker, wie ich, unter uns:

In 2008 habe ich:

- 553,5 h Sport getrieben, 64:27h davon in Wettkämpfen
- 9.002,9 KM zurück gelegt, 1.225,3 KM davon in Wettkämpfen
174,9 KM Schwimmen (2007 = 1774,4 KM)
6.010 KM Rad fahren (2007 = 4.820 KM)
2.883,2 KM Laufen (2007 = 2.719,7 KM)

Das Ganze verteilt sich auf 365 Einheiten bei 73 Ruhetagen. 54 Mal war ich im Fitnessstudio

Durchschnittlich
habe ich pro Woche 10:38:40h trainiert bzw. Sport betrieben,
pro Sporteinheit 1:30:59 benötigt

Die durchschnittliche Streckenlänge im Laufen betrug 18,39 KM (154 x)

Das alles ist kein Hexenwerk, viele andere Amateure machen mehr, aber vermutlich an der oberen Grenze dessen, was ich mir von meiner Zeit abzwacken kann.

Seit Beginn meiner Trainingsaufzeichungen am 02.02.2002, die auch gleichzeitig den Beginn meines Marathontrainings bedeuten, habe ich mich durch Muskelkraft 37.040,5 KM fortbewegt. Inklusive Krafttraining und zeitweiliges Spinning komme ich dabei auf 2.650:42:22h ;-))
605 Mal bin ich seit dem auf meiner "Hausrunde" durch Glane gelaufen.

Glückauf!

Samstag, 20. Dezember 2008

Der Triathlet im Winter

Triathlon ist ja eine Sommersportart, wird also in etwa von Mitte/Ende Mai bis Anfang September betrieben. Dem entsprechend befinden wir uns jetzt in der Ruhephase, liegen für die nächsten 5-6 Monate tatenlos auf der faulen Haut und legen gute 5 bis 10 KG an Gewicht zu. In Zeiten an denen Nüsse und Schokolade an jeder Ecke locken, zumeist als Unterhautfettgewebe, weniger als vorantreibende Muskelmasse.

Jetzt, wo es zumeist wahlweise entweder zu dunkel, zu nass oder windig zum trainieren im Freien sein könnte, von übermäßiger Kälte ganz zu schweigen, kommt das regelmäßige Training zu kurz. Zwangsläufig, quasi. Da machen wir lieber die nächste Kerze am Adventskranz an und wärmen unseren Körper mit der einen oder anderen Tasse Glühwein. Am besten mit Schuss. Das Herz erwärmen wir aufgrund der wegen den ausbleibenden Wettkämpfen fehlenden Endorphine durch den gesteigerten Schokoladengenuss. Schokolade, besonders die dunkle, ist nachgewiesener Maßen gesund.

Damit uns vom lauter liegen auf dem Rücken keine Hornhaut wächst, die uns im nächsten Sommer wie eine Schildkröte aussehen lässt, bewegen wir uns ein bisschen. Zum Weihnachtsmarkt beispielsweise um Glühwein und andere zuckerhaltige Leckereien nachzufüllen. Wir Triathleten schleppen ja so einiges an Muskeln mit uns herum. Muskeln benötigen zum Überleben im harten Winter jede Menge Kohlenhydrate - sogar im Schlaf. Zucker und Alkohol wiederum enthalten diese lebenswichtigen Kohlenhydrate. Also steht schon jetzt fest: wir werden die harte Jahreszeit überleben.
Zeit also, um Wunden zu lecken und sich an den heroischen Glanztaten des vorüber gezogenen Jahres zu laben, zum 25. Mal die Fotos der Wettkämpfe zu begutachten und stundenlang mit wachsender Begeisterung die Ergebnislisten mit einander zu vergleichen.

Jetzt, gute 3 Monate nach dem letzten Triathlon und zwei Monate nach dem letzten Marathon (das sind gefühlte JAHRE) bewegen wir uns nicht nur zum Weihnachtsmarkt (zurück mit dem Taxi), sondern lassen auch Kalorien auf dem Weg zum Computer und bei der stundenlangen Benutzung desselben dahin schmelzen. Triathlonspezifische Foren werden gelesen, jeder Thread wird aufgesogen. Wer hätte gedacht, dass es zu jedem (noch so unwichtigen Thema) allerhand Fachleute in Form von selbsternannten Trainern, Doktoren und Schlaubergern gibt, die sich alle mehr oder weniger kompetent auslassen. Wer eine konkrete Lösung zu einem Problem sucht, wird verwirrt und greift besser wieder zum Glühwein. Kaufberatung zu Lenkern, Aerolaufrädern, Neoprenanzügen? Nahezu jede Antwort auf die Eingangsfrage empfiehlt ein anderes Produkt oder kritisiert das in der vorangegangenen Antwort. Die Zeit vergeht wie im Flug und das Jahresende steht vor der Tür.

Der erstaunte Dreikämpfer stellt fest, dass jetzt endlich die Wettkampftermine für das kommende Jahr veröffentlicht, die Websites der Wettbewerbe aktualisiert und spätestens im Januar auch die letzten Onlineanmeldungen freigeschaltet sind. Endlich.

Endlich beginnt die Saison wieder. Weit vor der Saison (siehe oben) mit der Vorbereitungsphase. Diese besteht wiederum im Wesentlichen aus der Selektion möglicher interessanter Triathlonwettkämpfe.
Den einen oder anderen (MICH!!) hat das unvorstellbare Glück ereilt, einen der begehrten und innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden ausverkauften Ironman-Veranstaltungen zu ergattern. In diesen wenigen Fällen steht der Saisonhöhepunkt dann bereits fest - es sei denn, man ist so gut (ich nicht), dass man die Hürden für eine erfolgreiche Hawaii-Qualifikation erklimmt. Dann liegen die Dinge natürlich anders.

Otto-Normal-Triathlet also beschäftigt sich jetzt mit einer sinnvollen Saisonplanung. Vorab die eine oder andere Laufveranstaltung oder ein Radrennen, der Einstieg im Mai oder Juni mit Sprint-Triathlons, ggf. mit einer Steigerung auf längere Distanzen. Auch bei Duathlonveranstaltungen hat man Triathleten angeblich schon gesehen.
Bereits jetzt getätigte Anmeldungen für jedwedes Event belasten das gestresste Budget, steigern aber die Motivation und lassen den Athleten wieder zurückkehren. Zurückkehren in die Arena der alternden Frühschwimmer im (Versmolder) Hallenbad, auf die feuchten Laufstrecken, die matschigen Mountainbiketrails und Rennradrunden. Bereit für neue Schlachten und Heldentaten.

Triathlon - eine Sommersportart.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Booooaahhh ist das Langweilig!

Ich könnte schon wieder. Oder müsste!

8 1/2 Wochen sind seit dem letzen Marathon vergangen. Kein Wettkampf - Das geht ja gar nicht. Die Vorfreude auf den nächsten Triathlon steigt schon jetzt von Tag zu Tag aufs unerträgliche.
Ich glaube, ich muss mir kurzfrist mindestens einen Straßenlauf als Motivation suchen.
Zum Taining kann ich mich bei diesem Wetter nicht wirklich aufraffen, wenn ich dann aber laufe oder schwimme, habe ich den Eindruck, dass ich besser heute als morgen einen Ironman oder zumindest einen Marathon in Bestzeit bestreiten könnte.
Kaum Schmerzen (Bandscheibe) nur etwas müde. Frühling komm wieder!

Samstag, 22. November 2008

... nun ist er da!

Quasi übernacht ist er gekommen und liegt nun da. Der Schnee. Niemand hat ihn vermisst mit seiner feuchten Kälte und dem Matsch. Am allerwendigsten wohl der Läufer.

Obwohl in dieser "Entlastungswoche" lediglich 11 KM Laufen in Trainingsplan standen, die ich bis gestern nicht absolviert hatte, signalisierte das wirre Hirn heute Morgen, dass es wohl an der Zeit wäre, den wöchentlichen langen Lauf anzugehen.

Mitten im stärksten Schnee-Regen sind wir dann also losgestiefelt - meine Laufschuhe und ich.

Schon nach wenigen 100 Metern waren die Socken naß und ich gegann Verhandlungen mit mir selbst über die Länge des langen Laufs. 24 KM sollten reichen. Eigentlich. Nach dem Ortsausgang im freien Feld blies mir der kalte Wind die dicken Schneeflocken ins Gesicht. Sehr schmerzhaft. Man könnte die Runde auch auf 20 KM verkürzen.
Die nächste Kurve - Rückenwind. 27 KM zum Feldmarksee wären sicher ein schönes Training. Nach dem nächsten Richtungswechsel blies der Wind wieder von schräg vorne. Theoretisch könnte ich auch eine Wendepunktstrecke über 15 KM laufen. Aber nein - das ist zu wenig. Letzte Woche waren es knapp siebzig KM - an die 50 sollten es diese Woche noch werden. An zwei Tagen. Also heute und morgen jeweils 24 KM? Oder heute 27 und morgen 16? Zu wenig.
20 KM stehen nun nicht mehr zur Debatte. Ich schwanke zwischen 24, 27, 30 und 31 KM, die alle bis KM 6 den selben Anlaufweg haben. Danach bleiben noch 24, 30 und 31.
Die Füße werden nasser. KM 9,5 - die Entscheidung: rechts ab auf die 30 KM-Runde also. Hier werden die Wege ein wenig freier. 6 KM noch bis zum Feldmarksee, das geht schnell. Dann nur noch 14 KM bis nach Hause. Wie schnell doch 2 1/2 Stunden vergehen können...

Samstag, 8. November 2008

Die Brille















Auf vielfachen Wunsch: Hier ist sie, die verspiegelte Sonnenbrille.
Nicht besonderes, eine Sportbrille eben.

Von "innen" blickt man wie durch eine gewöhnliche, braun betönte Sonnenbrille.

Sonntag, 19. Oktober 2008

10. Platz beim Halbmarathon in Neuenkirchen

Eigentlich wollten die Beine noch nicht so richtig wieder laufen. Der Kopf auch nicht.
Das Wetter war noch einmal schön und sonnig, etwas kühl für mich, daher gab es für einen letzten Start im alten Jahr kaum eine Ausrede.

Neuenkirchen, etwas nördlich von Osnabrück gelegen, war der Austragungsort. Vor einigen Jahren bin ich auf dieser flachen, windanfälligen Strecke schon einmal über die 10 KM-Distanz gestartet.

122 Teilnehmer kamen ins Ziel. Als gesamt 10. (Altersklasse 4.) benötigte ich 1:27:30h. Das ist in anbetracht des Marathons vor knapp einer Woche so weit in Ordnung.

In den nächsten 4-6 Wochen werde ich es ein wenig ruhiger angehen lassen und meine Wehwehchen pflegen, bevor es spätestens Anfang Dezember wieder mit der Vorbereitung für die nächste Saison losgeht. Die Planungen dafür laufen ja schon.

Freitag, 17. Oktober 2008

München - Die Wallfahrt nach Andechs


Endlich!
Samstag um 5 Uhr früh war es soweit. Nach einem Jahr lagen zwei Wochen Urlaub vor uns und dazu noch ein Marathon-Wochende in München. Vor 5 Jahren war ich dort schon einmal ge
startet, damals war es mein zweiter Marathon; in diesem Jahr der 5. seit Ende April ;-)).
Die beiden Ironman eingeschlossen.

Wie schon vor 5 Jahren hatten wir uns am Fusse des Andechser Berges in einem Gasthof eingemietet - nicht besonders komfortabel und erst ruhig, nachdem auch wirklich die letzten Besoffenen vom Kloster heruntergetorkelt waren (so gegen 2:30h - der letzte Getränkeausschank ist um 20:00 Uhr!) , aber irgend wie schön - so eine Wallfahrt nach Andechs: Große Humpen, teure Haxen, so um die 15 EUR pro Stück (wird ausgewogen). V
om Plastikbesteck hat man seit Jahren Abstand genommen und liefert seit dem metallene Tools mit.
Irgendwie ist's Kult.

Am ersten (Samstag) Abend gab's erstmal keine Haxe für den Sportler. Dafür eine Maß Weizen und eine Riesenbrezel mit Wurstsalat, das hat ja auch was - entspricht aber wohl nicht der klassischen Ernährungswe
ise der gut trainierten und asketisch lebenden Sportler. Aber was soll's: ein wenig Spaß braucht der Mensch.

Sonntag früh das übliche Ritual: um 6 Uhr ausfstehen - Kaffee trinken, um die Verdauung in Gang zu bringen und möglichst viel bis zur Abfahrt zu entsorgen. Frühstück in fester Form gibt es nicht, dafür ist es auf Andechs noch zu früh.

7 Uhr, Starnberg: McDonalds. Hier gibt's was zu essen. "Sweet Breakfast": 2 Coissants mit Butter, Marmelade und Nutella plus Kaffee oder Kakao. Geht doch.

8 Uhr, München, Olympia Stadion. Noch wenig Betrieb. Der Start ist erst in zwei Stunden. Noch ist es kühl, aber der Nebel hat sich verzogen und die Sonne macht sich breit. Ich ärgere mich schon jetzt ein wenig, dass ich mich für die 3/4 Hose anstatt einer Kurzen entschieden habe. Alte Frostbeule. Das zweite T-Shirt ziehe ich aus und auch die Kappe bleibt im Auto. Die (verspiegelte) Sonnenbrille hat Christine mir verboten - "siehst bescheuert aus" (na und - wenn's hilft?). Dann also nicht. Ich möchte ja nicht, dass sich wegen mir jemand schämt :-))
Kurz vor 10:00 Uhr: Allmählich wird es Zeit, sich einen Platz im Starterfeld zu suchen. Möglichst in der Sonne - es ist noch kühl.
Ungewollt stehe ich unmittelbar vor dem 03:15-Stunden-Läufer. Schiet. 30 Meter weiter vorne wäre besser gewesen, aber der Starterblock ist für einen Wechsel schon zu voll.

Nach mehreren Startschüssen geht es unter musikalischer Begleitung der "Feldkirchener Blaskapelle" los auf die 42.195 Meter Sightseeing-Strecke quer durch die Landeshauptstadt. Von Anfang an finde ich einen guten Rhythmus, der mir zwar etwas zu schnell erscheint, aber gut laufbar ist und Spaß macht.

Bei KM 8 erreichen wir den Englischen Garten, durch den wir nun ca. 7 KM rennen werden. Hier wird es zeitweilig etwas eng. Was ich nicht realisiere: Als es am vollsten wird, überhole ich
die Gruppe um den 3-Stunden-Zugläufer. Lange laufe ich mit 4 oder 5 Leuten in deiner Gruppe, wobei sich einer ständig nach hinten (wo ich laufe) umsieht. Das geht mir auf den Geist, ich komme aber nicht dauerhaft an ihm vorbei. Später stösst ein Portugiese zu uns, der bei jedem Atemzug merkwürdige Geräusche von sich gibt. Auch das kann ich nicht gut haben. Muss sehen, dass ich wieder alleine laufe.
Halbmarathon in 1:27h - das ist in Ordnung und schneller als gedacht. Eine Zeit um die 3 Stunden scheint also drin zu sein.

Erst irgendwo nach KM 29 laufe ich wieder alleine . Ich fühle mich rela
tiv gut, und habe vor allem nur wenige negative Gedanken, die ich leicht wegschieben kann. Die Portugiese und der "Umseher" sind irgendwo hinter mir.

KM 35: Jetzt wird es allmählich schwer. Ich merke, wie meine Kräfte sich dem Ende entgegenneigen. Noch könnte ich gaaaaanz knapp unter 3 Stunden durch's Ziel laufen, aber es wird unwahrscheinlicher mit jedem Meter.
Jetzt läuft der 3-Stunden-Zugläufer langsam, aber doch zu schnell für mich, vorbei. Merkwürdigerweise werden er und einige in seiner Guppe immer langsamer - bis er das Schild "03:00h" einpackt. Dann ist er wieder hinter mir.

Kurz vor KM 39: Ich kämpfe mit dem Durst und steigender Erschöpfung. Dennoch bin ich noch vergleichsweise gut drauf.

Ein Schlüsselerlebnis. Kein schönes dazu. Auf einer Strassenkreuzung bei ca. KM 39,8 kurz vor dem nächsten Verpflegungsstand liegt ein Läufer bewusstlos auf der Straße. Mehrere Helfer stehen dort und versuchen ihn wiederzubeleben. Helfen kann ich nicht. Der Notarzt kommt kurz nachdem ich an der Stelle vorbeigelaufen bin.
Danach denkst du ganz anders über dein persönliches Befinden und deine Nöte. Der Verpflegungspunkt war meiner. Ich blieb stehen und trank zwei Becher Wasser und Iso. Scheisswas auf die 15 Sekunden. Danach hatte ich noch etwas mehr als 2 KM ins Ziel. Die scheinen bei jedem Marathon besonders lang zu sein.

Der
Olympiapark kommt in Sicht - hier bin ich eben erst gestartet und jetzt schon wieder da. Noch keine 3 Stunden später. Gut 1 KM noch. Ich sehe gut aus, rufen die Zuschauer - sehe ich immer ;-))
Aber: im Prinzip fühle ich mich auch so.

Leider wird in diesem Jahr nicht Vangelis' "Conquest of paradise" gespielt, dennoch hatte ich wieder eine riesen Gänsehaut, als ich durch das Marathon-Tor durch den Nebel hindurch in das tolle, ri
esige Olympiastadion lief. 350 Meter noch auf der Tartanbahn erst in der letzten Kurve vor dem Zielbogen sah ich Christine und Jennifer winkte, fühlte mich klasse und lief als 185. nach 03:01:31 über die Zielmatte.

Keinesfalls traurig - ehr froh darüber, nach dieser anstrengenden Saision noch ein so gutes Ergebnis erzielt zu haben. Nach keinem meiner jetzt 14 (Solo-)Marathons habe ich mich so gut gefühlt. Klar war ich müde und die einen oder anderen Bänder, Sehnen oder Muskeln meldeten sich zu Worte aber keine Anzeichen von totaler Erschöpfung. Auch essen konnte ich ohne Probleme, was in letzter Zeit nicht unbedingt normal für mich ist.

Die warmen Duschen im warmen Olympiabad taten ein übriges, danach ein Sonnenbad mit einem halben Weizen (nicht alkoholfrei), und der Tag war mein Freund.

Zurück auf Andechs: Der Biergarten vor dem Gasthof ist rappelvoll. Also bleibt uns nur die Pilgerfahrt auf den 300 Meter entfernten Klosterberg. Auch hier drangvolle Enge, aber wir finden noch ein Plätzchen in einem Biergarten, bevor wir in die Klosterschänke wechsel und hier endlich die wohlverdiente, sauteue Haxe "geniessen". Die Maß Weizen natürlich umsomehr.

Sonntag, 12. Oktober 2008

München Marathon

03.01.31h - ich bleibe wohl für immer ein 3-Stunden-Läufer ;-) Ich bin gut zufrieden.

Reiner-Döpke-Wetter, der befürchtete Nebel blieb aus, Temperaturen Mittags so um die 20 Grad in der Sonne. Ein super Lauf, was will man mehr.

Spaß gemacht hat es auch und ich habe mich nach der Dusche so gut gefühlt, wie noch noch nie nach einem Marathon!

Versiebt habe ich es wohl im wesentlichen auf den letzten 6-7 KM, da hatte ich richtig zu beissen.

Aber: kurz vor KM 40 lag ein Läufer bewusstlos auf der Strasse. Einige Helfer versuchten ihn bereits zu reanimieren - was draus geworden ist weiß ich leider nicht. Der Notarzt kam kurz danach.

In einem solchen Moment ist es schietegal, ob man die 3h packt oder lieber beim Versorgungsstand bei KM 40 kurz stehen bleibt und noch etwas in Ruhe trinkt!

Einen Bericht poste ich später

Reiner

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Bin noch nicht im Winterschlaf

... auch, wenn so es vieleicht so aussieht.
In den letzten drei Wochen habe ich an keinem Wettkampf teilgenommen, und dafür etwas meine Wunden der langen, vor allem aber anstrengenden Saison geleckt.

Am kommenden Sonntag steht dann der letzte planmässige Wettkampf dieser Saison und dieser Altersklasse auf dem Programm.

Das letzte Mal bin ich im Oktober 2003 in München gestartet. Nachhaltig blieb mir bei meinem damals 2. Marathon immer der Einlauf in das Münchner Olympiastadion in Erinnerung - eine gigantische Kulisse, die mir seinerzeit eine mächtige Gänsehaut bescherte. Neben der Kulisse trug dazu ausonders auf Vangelis' "Conquest of Paradise" bei, das schon weit vor dem Stadion hörbar war und mich seit dem "virtuell" bei diversen Zieldurchläufen begleitet hat.

Sechs Jahre sind nun also vergangen, seitdem 2002 im Münchner Hofbräuhaus der Start zum ersten Marathon gefallen ist. 13 "reguläre" Marathon bin ich seit dem gelaufen, der 14. wird der kommende sein. Hinzu kommen 3 Marathon im Rahmen von Irinman-Rennen.
Meine beiden Freunde Fänk und Nick haben ihe Wette von 2002 noch nicht eingelöst - ein Start beim legendären New York Marathon steht also noch noch aus. Vielleicht zum 20. "Jubiläum? Das müsste dann im November 2010 sein, wenn ich das behirige Pensum pro Jahr so beibehalte.

Das Ziel für Sonntag? Das lasse ich lieber sein. Zwischen 3 und 3:30h ist alles drin, je nach dem, wie ich mich fühle. Momentan tendiere ich ehr zu 3:13 h als zu 3:00h. Allerdings sieht der Wetterbericht für das Wochenende sehr vielversprechend aus. 17-21 Grad, bewölkt und 20% Niederschlagswahrscheinlichkeit deuten einmal mehr auf "Reiner-Döpke-Wetter" hin ;-)


Keep on running - und verpasst nicht die Übertragung des Ironman Hawaii im Internet am Samstag ab ca, 18:00 Uhr auf www.ironman.com oder am Sonntag die Zusammenfassung in ZDF ab 15:15-16:15 Uhr.

Sonntag, 21. September 2008

3. Platz in Telgte

Durch einen Fehler eines Streckenpostens bin ich gestern in Telgte über die 10 KM-Distanz 3. (Altersklasse M40: 1. ) geworden.
Doch der Reihe nach:

Nach einer, aus Sportlersicht, ruhigen Woche in England, in der ich lediglich 2 Mal 12,8 KM gelaufen bin, musste an diesem Wochenende wieder mehr Zeit investiert werden, damit ich in in München in 3 Wochen gut drauf bin.

Am Samstag Mittag bin ich locker 2,1 KM im Versmolder Hallenbad geschwommen, danach stand Gartenarbeit auf dem Zettel.
Gegen 15:00 Uhr bin ich dann mit dem Rennrad (und fast in Renntempo) die 31,2 KM nach Telgte gefahren. Hier hatte ich ich dann bei kühlem aber sonnigen Wetter noch knapp 45 Minuten Zeit zum "regenerieren". Bei einem Becher Erdinger Alkoholfrei gelang das ganz gut :-))
Kurz vor dem Start lief ich mich ein wenig auf der Tartanbahn im Stadion ein, 3 lockere Runden sollten genügen.
Der Start selbst fand etwas unkoordiniert und fast willkürlich irgend wo im Stadion statt, damit die 10 KM in etwa erreicht wurden. Wie immer reihte ich mich konservativ in hinteren 1. Drittel des ca. 150 Starter starken Feldes ein um ab dem Startschuß permanent zu überholen. Das letzte Mal kurz vor der 3-Kilometer-Marke.
Ab hierlief ich ein einsames Rennen. Die Läufer vor mir konnte ich nicht mehr sehen und die hinter mir nicht mehr hören. Erst weit nach KM 5, wir hatten jetzt eine 1,5 KM lange unbefestigte Strecke auf Acker- und Waldwegen zu überwinden, sah ich einen Läufer in ca. 500 Meter Entfernung vor mir. Auf den lezten 3,5 KM kam ich ihm zwar bis auf ca. 150 Meter näher, aber es reichte nicht mehr zum Überholen.

Im Ziel war ich dann 8. von 150 Teilnehmern. Mit 0:39:12 war das die "langsamste" 10 KM-Zeit ever!

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass eine Gruppe von 6 Läufern durch einen Streckenposten fehlgeleitet wurde und damit "nur" ca. 9,7 KM lief. Diese wurden aus der Wertung des 10_KM-Laufs genommen und in einer Sonderwertung separat gewertet. Ich rückte damit auf Platz 3 vor...

Die Siegerehrung habe ich nicht abgewartet, da ich a) nicht mit einer Platzierung gerechnet und b) noch über 30 kühle Rad-KM vor mir hatte. Die gestalteten sich gegen den Wind dann auch recht anstrengend.

2,1 KM Schwimmen, 31,15 Km Rad, 10 Km Laufen + 30,15 KM Rad -> fast eine Mitteldistanz ;-))
Hat Spaß gemacht!

Sonntag, 14. September 2008

Münster-Marathon

Münster-Marathon zum 3.

Dem einen oder anderem geneigten Leser dieser Zeilen ist vielleicht bekannt, dass ich mit dieser Veranstaltung durchaus positive Erinnerungen verbinde: Bei den beiden vorherigen Starts in 2004 und 2007 herrschten immer gute Wetterbedingen (sonnig und warm (bzw. 2004: mit 29 Grad ehr heiß). Beides Mal konnte ich bei diesem schönen Stadt-Landschafts-Marathon eine neue Bestzeit laufen. Wie schon im letzten Jahr habe ich mich zwar nicht erst am Tag vorher, aber doch kurz vor Toresschluss angemeldet. "Es stand ohnehin ein langer Lauf für die Vorbereitung zum München-Marathon in 4 Wochen an".

Die Vorzeichen sind in diesem Jahr dennoch etwas anders als im Letzten. Die Triathlon-Saison war sehr anstrengend, besonders die letzten beiden Veranstaltungen in Riesenbeck und Köln in den letzten beiden Wochen wirken noch nach und sind zusammen mit den beiden Langdistanzen vermutlich noch nicht richtig verdaut, spricht: regeneriert. Zusätzlich hatte ich mich entschlossen, am Samstag bei sonnigen aber kühlem Wetter die Startunterlagen mit dem Rennrad abzuholen. Das sind insgesamt 91 KM - die Hälfte davon gegen den teils böigen Ostwind. Die Anstrengung verhalf mir zu einem tiefen Schlaf - wenn da nur nicht ein Problem im Verdauungstrakt gewesen wäre. Schon während der Nacht deutete sich an, was morgens Realität werden sollte. Ich verbrachte schon vor der Fahrt nach Münster einige Zeit auf der Keramik und schaffte die anschließende Fahrt auch nur gerade so bis kurz vor das Veranstaltungsgelände, respektive einem DIXI-Klo, dass die aufmerksamen Veranstalter dort für mich aufgebaut hatten ;-))

Na Ja. Jedenfalls stand ich pünktlich um 8:45h im kalten Startblock der 3 - 3:30h-Läufer. Die Sonne schient zwar, aber die Temperaturen lagen zu diesem Zeitpunkt bei noch immer kühlem Ostwind unter 10 Grad.
Um 9 Uhr ging es fast pünktlich los. Ein Ziel hatte ich nicht, ausser, dass ich nicht alles geben wollte (konnte ich auch nicht). Einen früheren Ausstieg hatte ich mir persönlich zwar eingeräumt, aber: ich habe noch nie einen Wettkampf abgebrochen.
Auf den ersten 12-13KM geht es kreuz und quer durch die Münsteraner (Alt-)Stadt, etwas kurvig und abwechslungsreich. Die Beine waren gut und ich konnte permanent überholen. Die Beine wurde schon ab KM 18 etwas schwerer, aber das war ja vorauszusehen. Ab hier gab es auch keine wirkliche Möglichkeit zum Ausstieg mehr. Die Halbmarathon-Marke überlief ich nach 1:31:02. Eigentlich zu schnell, aber zu langsam für eine erneute Bestzeit. Nach jedem Trinken oder Essen (Gels bei KM 14 und 30) fing es im Magen-Darm-Trakt an zu rumpeln. Sehr unangenehm das ganze.
Das Tempo war bis KM 25 ziemlich gleichmässig, brach aber anschliessend ab. Erst ab KM 39 nahm ich wieder Tempo auf, als hier jemand meinen Namen rief. Die letzten 2 KM sind in Münster immer super zu laufen. Viel Publikum und super Stimmung, im Gegensatz zu den Bereichen ausserhalb des Zentrums bzw. auf dem Land. Mir persönlich macht das zwar nichts aus, da ich lieber für mich alleine laufe, aber andere mögen mehr Publikum und Lärm.

Ergebnis: 03:07:25h / Platz 129 gesamt und Platz 41 AK. M40.

Die (meine) Altersklassen sind ein echtes übel für bessere Platzierungen: Mehr als die Hälfte der Finisher vor kommt aus den Alterklassen 40 und 45 .

Montag, 8. September 2008

Saisonabschluss in Köln


Ich muss voran stellen: Dieses war meine 3. Teilnahme über die Mitteldistanz in Köln innerhalb von 3 Jahren. Von daher masse ich mir an, Kritik üben zu dürfen.

Vor drei Jahren war „die Welt noch in Ordnung“. Der Veranstalter sagte mir durch eine persönliche Mail zu, garantiert noch einen Startplatz als Nachmelder am Starttag zu erhalten. So war es dann auch. Samstag Vormittag wurde die Sprintdistanz (heute SMART-Distanz) ausgetragen, die Startunterlagen für die Mitteldistanz (damals noch 2,5 / 86,5 / 21 KM) konnten problemlos abgeholt werden.

Start am Sonntag in der frühe: Schwimmen im kühlen Fühlinger See (Regattastrecke, stracks geradeaus, glasklares Wasser, Bojen-Leinen unterwasser kennzeichnen den (geraden) Weg). Triathletenherz, was willst du mehr?
Die anschliessenden 86,5 Rad-Kilometer teilten sich in 4 gleiche Runden auf. Gelaufen wurde der Halbmarathon in 3 Runden um die Regattastrecke. Trotz Kälte, Nieselregen und fehlender Zuschauer hatte ich eine Menge Spaß.

2007:
Der Veranstalter hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine weitere Langdistanz in Deutschland zu etablieren. Super Idee (eigentlich). Damit verbunden war eine Verlegung des Ziels vor das Schokoladen Museum in der Köln der Innenstadt. Klasse. Die Schwimmstrecke war unverändert super. Auch die Wechselzone (fast logisch). Die Radstrecke wurde gravierend verändert und auf 2 Runden gekürzt. Damit verbunden waren einige Wendepunkte, die das Tempo herausnahmen. Für das Wetter kann der Veranstalter nichts – Wind gehörte wie im Vorjahr auf der windanfälligen Strecke dazu. Regen blieb diesmal aus. Auch die Laufstrecke wurde verändert. Einmal um den See, dann 14 KM durch ein verwahrlostes Waldstück und einsame Industrieanlagen, um dann endlich die letzen 6 KM am Rhein entlang zum Ziel zulaufen.
Die zufälligen Zuschauer hat es nicht interessiert, die Strecke war nicht abgesperrt, keine Pressemitteilung in der Wochenendausgabe der Lokalzeitungen. Somit brachte die Verlegung des Ziels keinen Vorteil. Im Gegenteil. Als die 30 Minuten nach den Langdistanzlern gestarteten Mitteldistanzler schon längst geduscht, und um die Erfahrung der Strapaze des unseeligen Bustransfers von der Innenstadt zurück zum Start reicher, das Rad ausscheckten, liefen noch immer einige unverwegene Ironmänner und –frauen um den See. Ohne Aufmunterung durch sonst wen.

2008

Neben der Erhöhung des Startgeldes (aber noch immer wesentlich günstiger als etablierte Veranstaltung der Marke IRONMAN) gab es auch in diesem Jahr Änderungen der Rad- und Laufstrecke sowie des Zeitrahmens.

Vorausgeschickt: Die Organisation im Vorfeld war wie in den Jahren vorher nahezu reibungslos und fast perfekt. Die Teilnehmer der Langdistanz (Cologne226) starteten bereits um 07:00 Uhr. Der Start der nachfolgenden Mitteldistanz wurde auf 12:30 Uhr verlegt. Eine sinnvolle Maßnahme, da sich somit Teilnehmer beider Streckenlängen sowohl noch auch der Rad- als auch auf der Laufstrecke gemeinsam befanden. Das sollte wohl mehr Zuschauer (länger) an den See und an den Zielbereich locken. Das Konzept schien am Startbereich aufzugehen. Trotz kühler und Regen verheissender, windiger Witterung war dort mehr Zuschaueraufkommen als in den Jahren zuvor zu verzeichnen. Die nahezu unveränderte Wechselzone, die super Schwimmstrecke im „besten Schwimmbecken Kölns“ machten Hoffnung auf Besserung. Als Teilnehmer der Mitteldistanz kam ich in den Genuss von zwei erneut leicht geänderten Radrunden (Langdistanz 4) . Windanfällig wie zuvor (aber damit rechnet man ja), dafür mit weniger Wendepunkten. Die Laufstrecke: Einmal um den See (Langdistanz 3x 7 KM), danach 14 KM durch Industriegebiete (das „verwahrloste Waldgebiet“ fiel weg) und die letzen 6 KM am Rhein Richtung Ziel, das sich diesmal auf der gegenüberliegenden Rheinseite befand. D.h. eine Überquerung des Rheins auf der Deutzer Brücke, was wiederum einen den letzen Kräfte raubenden Anstieg auf dem letzen KM bedeutet, noch dazu über einen nicht abgesperrten stark frequentierten Rad-/Fussweg (=Zick-Zack-Lauf)! Nach etwas mehr als 21,1 KM dann endlich der Zieleinlauf mit persönlicher Gratulation des Veranstalters, einem (Plastik)Blumenkranz und der unvermeidlichen Blechmedaillie. Zuschauer? Unter den Betreuern bzw. Familienangehörigen befanden wohl kaum Fremde. Schade.

Der erneut eingerichtete Bustransfer zurück gestaltete sich wieder unprofessionell (zu wenig Busse, zu grosser Takt, „Absetzen in der unbeschilderten Wildnis“. Als Teilnehmer der Mitteldistanz war das geradeso hinnehmbar, für einen Finisher der Langdistanz ein unzumutbares „no go“. Auch in diesem „eierten noch einige Athleten/innen der Langdistanz bei einbrechender Dunkelheit mutterseelenallein um den See. Sie hatten noch mindesten (hoffentlich „nur noch“) 21 KM vor sich, als wir die Räder aus der Wechselzone holten. Hoffentlich gab es noch besetzte Verpflegungsständer auf der Reststrecke. Die Imbissbuden im Starbereich hatten schon geschlossen, so dass für die Finisher an einen Imbiss zwar zu denken, eine (für mich notwendige) Realisierung aber unmöglich war.

Fazit: Ich hatte damit geliebäugelt im nächsten Jahr nach dem Start in Klagenfurt in Köln eine weitere Langdistanz zu machen. Unter diesen Umständen werde ich das auch keinen Fall buchen. Eine Mitteldistanz vielleicht, aber nach den Erfahrungen der letzen 3 Jahre muss ich auch das in Frage stellen. Es sei denn, das Konzept wird (zurück-) verändert.

Mein Ergebnis bei meinem letzten Triathlon-Start in der M 40:

Swim 2,5 KM 0:42:45 (180.)

Bike 90 KM + 2 Wechsel 2:45:07 (200.)

Run 21,x KM 1:39:33 (86.)

Total 5:12:43 Platz 127 / AK 27 M.40 (Männer)

Finisher Mitteldistanz: 556 Männer + 93 Frauen

Obwohl ich etwas langsamer war, als in zuvor, bin ich in Anbetracht der extremen Windverhältnisse noch zufrieden. Mal sehen, wie es ab nächstes Jahr in der neuen Altersklasse wird ;-))

Montag, 1. September 2008

Riesenbeck: Bestzeit zum Saisonende

Nach einer ehr durchwachsenen Saison habe ich überraschend doch noch eine neue Bestzeit aufstellen können.
Mit den Worten meines Kollegen Bernhard im Ohr: ..."und Sonntag alles rauslassen" bin ich bei sonnigem Wetter, 26 Grad Außen- und 19 Grad Wassertemperatur beim Riesenbeck-Triathlon über die olypmpische- (auch Kurz-) Distanz (1,5 KM Swim, 44 KM Bike und 10 KM Run) zunächst etwas lustlos und müde an den Start gegangen.
Kurz nach dem Schwimmstart habe ich aber einen guten Rhythmus gefunden und fand mich schon nach 23:42 Minuten wieder an Land. Das war der 24. Platz.
Der erste Wechsel kostete unnötig Zeit. Ich war total aus der Puste, zittrig und konnte mir den Neo nicht im Stehen ausziehen. Gut 2:28 Minuten benötigte ich, bis ich auf dem Bike saß und "alles raus ließ". Ein viel zu hoher Puls und Schmerzen überall ließen mich auf den ersten 15 KM verzweifeln. Einer nach dem anderen fuhr an mir vorbei - so schien es, ob wohl das Tempo für meine bescheidenen Verhältnisse sehr hoch war. Nachdem ich die erste Flasche Wasser schon nach 12 KM intus hatte, lief es besser und ich fühlte mich fitter. Die zwei Runden plus einer Zusatzschleife machten knapp 44 KM aus. Die reine Fahrzeit betrug dabei 1:16:30h - eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,51 KM/h bedeutet ebenso wie die Schwimmzeit eine neue Bestzeit für mich.

Das Laufen gestaltete sich nach 1:04h Wechselzeit recht schwierig. Ich bin wieder viel zu schnell angelaufen, hatte Durst ohne Ende und einen Puls bis zum Anschlag. Ich wähnte mich schon bei KM 5 - als ich die 3-KM-Marke passierte. Das raubte mir die letzte Motivation und ich zweifelte an einem Finish. Einen Vereinskollegen konnte ich überholen und versuchte die anderen auf Distanz zu halten trotzdem aber das Tempo zu reduzieren.
Nach weiteren 42:38 Minuten hatte ich die 10 KM hinter mich gebracht.

Insgesamt 02:26:22 h an "der Kotzgrenze". So verausgabt ich mich bislang nur bei Halbmarathons und einem 10 KM-Wettkampf.

Der restlichte Tag und die folgende Nacht war dahin. Magenkrämpfe und total am Ende. Zum ersten Mal habe ich auf einer Kurzdistanz meine persönliche Leistungsgrenze erreicht und überschritten.

Platz 27 insgesamt und Platz 7 in der M40 sprangen dabei heraus.

Die Splitzeiten:

Swim 1,5 K 0:23:42 ø 3,8 km/h 1:34m/100mtr
T-1 0:02:28
Bike 44 K 1:16:30 ø 34,51 KM/h 1:44 m/km
T-2 0:01:04
Run 10 K 0:42:38 ø 14,07 KM/h 4:17 m/km

Sonntag, 17. August 2008

Triathlon-Mitteldistanz in Hückeswagen

Nach langem Zögern (der Wetterbericht sagte bis zur Wochenmitte Regen voraus, und so richtig fit fühle ich mich auch nicht) bin ich am Samstag früh als Nachmelder an den Start der Mitteldistanz über 2 KM Schwimmen, 75,5 KM Radfahren und ca. 23,9 KM Laufen gegangen. der 8. Triathlon-Start in 13 Wochen.
Mit der Veranstaltung hatte ich schon im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht, als wir dort mit der Landesliga-Mannschaft starteten.

270 Männer und 38 Frauen gingen inklusive der 180 NRW-Ligastarter über die Mitteldistanz in Rennen, 19 sollten nicht finishen.
Um 8:45h fiel der Startschuß für die "Jedermänner", nachdem die Ligastarter bereits seit 15 Minuten um 20 Grad kühlen Wasser der Bevertalsperre der aufgehenden Sonne entgegen schwammen. Ich persönlich hatte erhebliche Mühe in dem diffusen Licht die Richtung beizubehalten und verlor mehr als einmal komplett die Orientierung, auch noch, nachdem wir bereits zweimal die Richtung gewechselt hatten und zurück zum Start/Ziel schwammen. Hier habe ich wohl einiges an Zeit liegen gelassen. Überhaupt fand ich zu keiner Zeit einen Rhythmus und hatte das Gefühl unheimlich schwerer Arme. Umso mehr überraschte mich die Schwimmzeit von "nur" 31:26 Minuten, bedeutete das doch einen Rückstand von nur 7 Minuten auf den schnellsten Schwimmer im Feld, allerdings auch nur die 148. Schwimmzeit.

Nach einem für mich blitzartigem Wechsel ging es bei noch kühlen Temperaturen auf die sehr anspruchsvolle Radstrecke. Der ständige Wechsel von moderaten Anstiegen (maximal 9%, durchschnittlich 3%) und schnellen Abfahrten machen ein gleichmäßiges Fahren, noch dazu auf dem Auflieger liegend, über weite Strecken fast unmöglich. Mit meinem normalen Rennrad wäre ich hier genauso gut über die Runden gekommen. 4 Runden sind auf dem welligen Kurs, der auf einigen Abfahren aufgrund schlechter Fahrbahndecke und 90-Grad-Kurven die volle Aufmerksamkeit erfordert, zu bewältigen. Offenbar ist es trotz der zum Glück trockenen und gut gesicherten Straßen zumindest zu einem wohl sehr heftigem Sturz gekommen.

2:24:58h (ich war jetzt auf Platz 180 zurück gefallen) dauerte für mich der Spaß, der erst nach KM15 so richtig zum Spaß wurde. Vorher hatte ich mit zu hohem Puls und brennenden Oberschenkelmuskeln zu kämpfen.
Die Belastungen der vorangegangenen Wettkämpfe in den letzen Wochen und Monaten (7 Triathlons, darunter 2 Lang- und 2 Mitteldistanzen sowie ein Marathon und 2 Halbmarathons) sind jetzt doch deutlich spürbar. Zudem war ich noch am Donnerstag 30,5 KM gelaufen.
Das war auch der Hauptgrund, warum ich den folgenden Halbmarathon (genau: 23,9 KM) zunächst sehr langsam und unter meinen Möglichkeiten anging. Ich hatte doch erhebliche Zweifel daran, dass ich die Laufstrecke beenden würde.
Nach einem rund 1 KM langem leichten Anstieg, ging es für 4 KM bergab, zum ersten Mal in den Zielbereich im Hückeswagener Stadion. Im Anschluß folgten 3 Runden um die Bever-Vorsperre, mit wechselndem Untergrund und nur einer wesentlichen Steigung, direkt nach jedem Stadiondurchlauf.
Nach 11 KM war ich mir sicher, dass ich den Halbmarathon ohne Probleme durchlaufen könnte und beschleunigte nun das Tempo. Endlich kam auch hier der Spaß hinzu. Bei jetzt rund 23 Grad konnte ich diverse Läufer überholen, wobei man nicht sehen konnte, zu welchem Lauf (zusätzlich gab es noch eine Sprintdistanz) zu gehörten bzw. in welcher Laufrunde sie sich befanden. 1:39:30h benötigte ich für den Laufkurs, durch die 98 "schnellste" Laufzeit konnte ich zumindest 38 Plätze im Gesamtklassement gutmachen.

Nach 4:37:30h überquerte ich zum 8. Mal in diesem Jahr eine Triathlon-Ziellinie. Nachdem ich das Schwimmen und Rad fahren schneller bewältigt hatte, als im letzten Jahr, war ich nur eine knappe Minute langsamer.
Spaß hat es gemacht, ich fühlte mich im Ziel weitaus besser, als vor einem Jahr.
Dieses Urgestein der deutschen Triathlon-Szene, es war die 26. Auflage, ist eine Empfehlung für diejenigen Wert, die gerne in hügeligem, welligen Terrain fahren. Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich die Leistungsdichte weiter verstärkt. Meine letztjährige Zeit hätte mir nur 3 Plätze in der Ergebnisliste gebracht. Allerdings: Im letzten Jahr reichte die Zeit noch für einen 109. Platz...
Das gibt Hoffnung auf ein gutes Saisonende mit der Kurzdistanz in Riesenbeck in 14 Tagen und der dann 4. Mitteldistanz in Köln am ersten September-Wochenende. Ob ich eine Woche später noch in Bad Rothenfelde starte, oder in Münster auf die Marathon-Strecke wechsele, werde ich jetzt bald entscheiden. Der Lauf-Saison-Ausklang wird der München-Marathon am 12. Oktober werden. Das Training dafür läuft bereits seit dem letzen Donnerstag.

Die Splitzeiten in Hückeswagen:

Swim 2KM 0:31:36
Wechsel 1 0:00:54
Bike 75,5 KM 2:24:58
Wechsel 2 0:01:36
Run 23,9KM 1:39:30

Ergebnis gesamt: : Platz 142 (Männer) AK.-Pl. 25 M40
Westdeutsche Meisterschaft: Platz 132. AK.-Pl. 22 M40


Alle Triathlonergebnisse dieses Jahres stehen hier

Montag, 4. August 2008

OstseeMääääään!

Geschafft!
2 Langdistanzen in drei Wochen. Dazu noch ein gerüttelt Maß an Spaß und fertig ist die Anmeldung für 2009.

Na ja. Fast jedenfalls.

Nachdem wir vier bereits am Freitag Mittag in Glücksburg angereist waren, war nach einem schönen Samstag im Strandkorb gestern endlich einmal "Reiner-Döpke-Wetter".
Zunächst sah es nicht danach aus, nachdem es pünktlich zum Aufstehen angefangen hatte zu regnen. Die Temperaturen lagen am frühen Morgen schon bei 18 Grad - das konnte nicht schief gehen.

Um 5:45 h hatten mich Christine, Lisa und Jennie an der Wechselzone abgesetzt - ich glaube, ich war der einzige Triathlet mit Regenschirm :-))
Nach der kalten und nassen Erfahrung in Roth hatte ich meine Lektion gelernt, alle Kleider in wasserdichte Säcke verpackt und mir selbst eine dünne Plane zum überziehen mitgenommen. So konnte ich in aller Mutterseelen Ruhe mein Rad und meine Wechselzone vorbereiten, während andere noch mächtig am Schimpfen waren.
Wie die Veranstalter es versprochen hatten, ließ der Regen schon bald nach und die Stimmung in der Wechselzone stieg unaufhaltsam. Der Aufbau und Ablauf in der Wechselzone war ähnlich dem der Challenge Roth. Selbst die Kleiderbeutel waren die gleichen. Trotzdem gefiel mir der Ostseeman schon jetzt besser. Vielleicht lag es an den wärmeren Temperaturen oder/und an den kurzen Wegen.

Um halb sieben ging ich wie viele andere auch schon einmal zum Start an den Strand und genoß dort die noch gespannt - ruhige Stimmung des anbrechenden Morgens.


Pünktlich um 7 Uhr ertönte dann der Countdown zum Massenstart vom Strand an der Kurpromenade, und ab ging es in das salzige Wasser der Ostsee - dass was mich im letzten Jahr dazu bewogen hatte, mich zu diesem Event anzumelden!

Seit meiner Kindheit war ich nicht mehr in der Ostsee geschwommen.
Der Wind der letzen Stunden hatte das Wasser der Flensburger Förde ein wenig "rubbelig" gemacht - weit weniger, als ich erwartet hatte.
Die 3,8 KM Schwimmstrecke war ein zweimal zu durchschwimmender Dreieckskurs. Zunächst schwammen wir mit der Dünung, dann ging es genau in den Gegenwind und gegen die Wellen. Hier fiel mir und vielen anderen die Orientierung sehr schwer. Die Bojen waren zwischen den Wellentälern nicht bzw. spät zu erkennen. Auch das Schwimmen selbst strengte weitaus mehr an.

Dummerweise trafen mich um Laufe der ersten Schwimmrunde drei kleinere Feuerquallen ins Gesicht und an den Hals, was sich als langwieriges Ärgernis herausstellen sollte. Bis zu 30 Stunden halten die Hautirritierungen wohl an.

Wider Erwarten kam ich schon nach 1:11:16h aus dem Wasser - Immerhin als 28. der Einzelstarter (was vielleicht nicht für die Qualität des Starterfeldes, dafür aber für meinen Neoprenanzug spricht ;-)) )

Der erste Wechsel gestaltete sich recht kurz. Schon nach gut 4 Minuten saß ich im Sattel.
6 Mal war die nicht ganz einfache 30 KM-Runde zu durchfahren. Wer hier im äußersten Norden der Republik "plattes" Land erwartet, der irrt sich gewaltig. Es kamen knapp 1.200 Höhenmeter zusammen - mehr als beim Ironman in Frankfurt.
Dennoch ist das eine Radstrecke, die einfach Lust auf mehr macht - guter Asphalt und viele Abfahren auch denen man Tempo machen kann.
Trotzdem der Wind von Runde zu Runde zunahm, ließ der Spaß nicht wesentlich nach. Auch nicht, als es zu Beginn der letzen Runde anfing zu Regnen. Bei jetzt 20 Grad machte mir das nichts mehr aus. Die Temperatur fiel nur auf 18 Grad Grad - kein Vergleich zu dem Gefühl in Roth.

Wer es nicht glaubt: Auch in Glücksburg gibt es einen "Solaraer Berg" - sicher heißt der anders, er ist nicht so lang, nicht so steil und die Zuschauermassen sind nicht so dicht gedrängt - aber: die Stimmung ist da und macht Gänsehaut. Sechs Mal.

5:43:45 h waren vergangen, als ich nach einem kurzen Boxenstopp von 02:27 min in der Wechselzone, in dem mir mein Rad abgenommen wurde und ich die Laufschuhe anzog, auf die Marathonstrecke ging. An Position 38 der Einzelstarter.

Sonniges Wetter, etwas Wind gefühlte Temperatur von über 20 Grad - was will man mehr?

Die ersten beiden der insgesamt fünf 8,44-KM-Runden vergingen fast wie im Flug. Auch der erste Teil der dritten Runde. Dann begannen wieder die Schmerzen, denen ich auch schon in Roth ausgesetzt war. Irgendwo um die Halbmarathonmarke herum war denn aus mit Lustig und das Walking begann. Diesmal allerdings wesentlich unterhaltsamer als in Roth weil es schon mehr "Leidensgenossen" gab, und weil auch meine Laune durchaus oder trotzdem im grünen Bereich war. Es war abzusehen, dass ich die 2. Langdistanz in drei Wochen schaffen würde - kein Gedanke an einen Abbruch. Dazu trug auch meine Familie bei, die ich auf jeder Laufrunde traf und mit der ich kurz ein Schwätzchen ;-)) (= willkommener Anlaß zum Stehen bleiben) halten konnte.

Der Marathon steht mit 4:41:32h zu Buche (Platz 71).

Die Endzeit von 11.36.36h bescherte mir Platz 219 und den 56. meiner Altersklasse. Das ist aber unwichtig und nebensächlich.

Denn: ich bin jetzt

DER
OSTSEEMAN !!

Dienstag, 15. Juli 2008

Challenge Roth - Nach dem Rennen ist vor dem Rennen


Den Link zum ausführlichen Rennbericht habe ich ja gestern schon gebloggt (arbeite noch daran).

Aufgrund diverser Problemchen bin ich 49 Minuten oder ca. 600 Plätze über meinem anvisierten Ziel in eben diesen nach 11:36:10h angekommen.


Die Splitzeiten:


Swim 1:05:53
T 1 0:04:25
Bike 5:38:14
T-2 0:03:25
Run 4:44:14

Nicht Fisch und nicht Fleisch. Im Nachhinein bin ich aber dann doch noch einigermaßen zufrieden, weil ich wieder ein Rennen beendet habe und dabei keine Schäden davongetragen habe.

Ich werde also in jedem Fall in 3 Wochen in Glücksburg starten, obwohl ich heute schon die Schmerzen erahne bzw. noch kenne. Fragt nicht, warum ich ir das antue. Die Antwort versuche ich noch zu finden.

Heute früh um Mitternacht habe ich mich sofort nach Öffnung der Online-Anmeldung für den IRONMAN Austria angemeldet. Der Start ist am 05. Juli 2009 in Klagenfurt.

Heute Mittag waren sowohl die Anmeldelisten für Roth als auch für Klagenfurt 2009 bereits geschlossen, weil ausgebucht.

In den nächsten Jahren werde ich auf keinen Fall versuchen, mich für Hawaii zu qualifizieren. Das mußte ich mir abschminken. Natürlich werde ich mich auch weiterhin ernsthaft für ein solches XXL Event vorbereiten und natürlich will ich weiterhin mein Bestes geben - sonst kann ich es ja auch gleich sein lassen. Allerdings werde ich mir keine ambitionierten Zeitziele mehr setzten.
Wenn ich einmal die 10 vorne stehen haben sollte, freue ich ich mich sicher riesig. Wenn nicht: dann ist es eben so. Das ist wie mit der "2" beim Marathon.

Heute wollte ich mein Rad, nachdem ich es 5 Stunden lang geputzt und gewartet habe noch ein wenig ausfahren und mir die Beine ausschütteln. Nach 11 KM hatte ich genau vor dem Fahrradladen meines Vertrauens einen Platten.
Als wir das Hinterrad ausgebaut hatten, stellten wir die Ursache fest: Das Felgenband (zwischen Felge und Schlauch) war verrutscht, so dass ein Speichenloch den Schlauch etwas malträtiert und durchlöchert hatte. Ich hätte in Roth also gerade noch ca 10-12 KM weiterfahren können, bis mich die Panne dort erwischt hätte.

Race Report Challenge Roth

Kurz vorab das Positive: ich bin angekommen - mit 51 Minuten Verspätung.

Näheres hier

und später an dieser Stelle.

Montag, 7. Juli 2008

Roth - Das Ziel

Dann will ich mich mal outen:

Schwimmen 01:13h
Wechsel 1 00:07h
Rad 05:30h
Wechsel 2 00:05h
Laufen 03:50h

Ich denke, dass ist sehr knapp gerechnet. Die Schwimmzeit entspricht der vom letzten Jahr in Frankfurt. Daran wird nicht zu rütteln sein und ist ehr positiv gerechnet, da ich in diesem Jahr weniger geschwommen habe.

Auf dem Rad habe ich rund 700 KM mehr gefahren, mir fehlt allerdings die nötige Kraft um den entscheidenden Druck auf die Pedale zu bekommen. Nach 05:35:54 im Vorjahr sollten die 05:30h aber realistisch sein - bei vernünftigen Wetterverhältnissen.

Neben dem Radsplit ist auch der abschließende Marathon ein Unsicherheitsfaktor: Halten der Rücken und die Beine, ist alles gut und die angepeilte Zeit ehr im oberen Bereich angesiedelt. Wenn ich wieder von Anbeginn an Schmerzen habe, ist die anvisierte Zielzeit von 10:45h ohnehin über den Haufen geworfen.

Nach der letzten langen Trainingsausfahrt bin ich aber guter Dinge, dass es in diesem Jahr besser wird.

Die beiden Wechselzeiten sind wieder Mutmaßungen, da ich die Wege und den Ablauf in der Wechselzone nicht kenne.


Gerade habe ich ich mir meinen Rennbericht aus Frankfurt noch einmal zu Gemüte geführt - das steigert doch etwas die Vorfreude. Von Nervosität kann bislang keine Rede sein. Ich sitze noch in England und bin auch gedanklich fern ab vom kommenden Wochenende.

Montag, 23. Juni 2008

26. Platz in Bad Bodenteich

Ich will mal recht zufrieden sein, und die Generalprobe für Roth als nahezu geglückt bezeichnen!

Mehr oder weniger spontan hatte ich mich entschlossen, am Sonntag in Bad Bodenteich über die Mitteldistanz an den Start zu gehen.
Drei Wochen vor "Roth" standen eigentlich eine XXL-Radausfahrt und ein langer Lauf auf dem Trainingsprogramm. Weil ich aber schon im letzten Jahr gute Erfahrungen mit der Veranstaltung in Bodenteich gemacht hatte, konnte ich nicht widerstehen - besonders nicht beim dem vorhergesagten Wetter: Temperaturen so um die 30 Grad Grad mäßiger Wind. Das klingt doch gut.

Also bin ich um 4 Uhr aufgestanden und habe mich auf den 3 Stunden langen Weg ins Niemandsland zwischen Uelzen und Wittingen gemacht, wo ich pünktlich um 7 Uhr eintraf.

Schon beim Einrichten der Wechselzone gab es ein "AHA-Erlebnis": Nachdem ich schon im letzten Jahr mit Bernd Schrader einen ehemaligen Arbeitskollegen beim Ironman Frankfurt wieder getroffen hatte, stand neben mir ein Teilnehmer, mit dem ich, wie sich im Gespräch herausstellte, vor ca. 30 Jahren in Lehrte zusammen in der Wasserballmannschaft gespielt habe. Wir stellten fest, dass wir in diesem Jahr ebenfalls in Hameln und Peine gestartet sin und beide auch in Roth dabei sind.
Zufälle gibts....

Der Rest ist schnell und unspektakulär erzählt:
Das Schwimmen im schweinekalten, trüben, moorigem Wasser mit mehrfachen Wassereinbrüchen in der Brille (Achtung: Kontaktlinsen...) brachte ich in 36:14h über die Bühne. Als 43. war ich damit meinen Erwartungen gerecht geworden und immerhin 2:14 Min schneller als 2007 auf der selben Strecke.

Einmal mehr musste ich aber feststellen, dass ich auf dem Rad erheblichen Trainingsbedarf und somit Potential habe. Ich scheitere nicht etwa an einem zu hohen Puls, ich bringe einfach nicht mehr Druck auf die Pedalen. Die Oberschenkel fliegen fast auseinander, aber ich komme nicht so recht vorwärts. So verlor ich dann auf der anspruchsvollen und welligen 90 KM-Radstrecke, die dreimal zu durchfahren war diverse Plätze.
Nach 2:46:47 (inkl. beider Wechsel) war das nur die 68."schnellste" Zeit im Teilnehmerfeld. Der relativ starke Gegenwind auf mehr als der Hälfte der Runde, trug sein übriges an meiner Verzweiflung bei. Ein Vergleich zum Vorjahr bietet sich nicht an, da der Streckenverlauf geändert wurde. Insgesamt war ich aber knapp 5 Minuten langsamer.

Nur gut, dass ich noch immer recht gut laufen kann. Die Laufstrecke war unverändert zum Vorjahr und ich lief auch eine fast unveränderte Zeit: 01:35:06 - das war 17 Sekunden schneller als beim ersten Mal :-)
Dabei habe ich mich diesmal erheblich besser gefühlt, obwohl die Wetterbedingungen ebenfalls identisch waren.

Immerhin bin ich unter 5 Stunden geblieben.

Platzierung:
Swim 43.
Bike 68.
Run 12.
Gesamt: 26. in 4:58:07
AK-Pl. 6 M40

Wie geht es weiter?
Drei Wochen bleiben mir noch bis zur Quelle Challenge in Roth. Unmittelbar davor bin ich 1 - 1,5 Wochen in England - ideal zum Tapering. Da komme ich bis auf ein wenig laufen quasi nicht in Versuchung das Training zu überziehen.
Fraglich ist meine Teilnahme am kommenden Sonntag in Steinbeck über die Kurzdistanz. Ich habe mich zwar angemeldet, müsste aber, wie Eingangs gesagt, unbedingt noch eine wirklich lange Radfahrt machen.
Mal sehen.
Innerlich juckts schon wieder ein wenig...

Sonntag, 15. Juni 2008

Peine: Dt. Meisterschaften Kurzdistanz

Aus dem vollen Training heraus bin ich heute in Peine bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen über Kurzdistanz ins Rennen gegangen. 1,5 KM Schwimmen im Eixer Badesee, 40 KM Rad und 10 Laufen standen auf dem Zettel.
Ein Programm, dass ich einigermaßen gut ohne Tapering überstehen kann und sollte. "Aus dem vollen Training" deshalb, weil ich am Donnerstag und Freitag noch jeweils zwei anstrengende Tempoläufe über je 15,1 KM absolviert hatte. Das Schwimmen dagegen habe ich in dieser Woche (wieder) vernachlässigt.
Entsprechend schwer waren dann auch die Arme auf dem 1,5 KM Rundkurs durch den See, bei dem ich wie gewohnt die Orientierung verlor und zumindest einmal heftig von Kurs abkam, weil ich eine falsche Wendeboje im Visier hatte :-)) Weil ich aber ohne hin ziemlich weit hinten im Feld der 82 gemeldeten Starter meiner Startgruppe ins Wasser lief, machte das auch nicht mehr viel aus. Dennoch entstieg ich überraschender Weise nach 0:27:05h den trüben, 19 Grad kühlen Fluten. 2:17 Min. benötigte ich für den ersten Wechsel. Das war so OK.

Die anschließenden 40 KM auf dem Rad gestalteten sich doch wieder recht anstrengend. Der Wind war im Laufe des Vormittags (ich startete um 11:50h in der letzen Startgruppe) stärker und vor allem kälter geworden. Trotz aller Anstrengungen verlor ich 2 Plätze und kam nach (netto) 1:12:21 h im Vöhrumer Stadion an. ø 33,17 KM/h (1:49min pro. KM)

Nach dem Wechsel (02:01Min) ging es auf eine viermal zu durchlaufende Runde durch einen Park und dem Stadion. Die 10 KM waren recht gut zu bewältigen und haben absolut keine Schwierigkeiten gemacht. Als 19. meiner Altersklasse kam ich nach 41:49min von der Laufstrecke - Im Ziel als 24. der AK. ø 04:10min/KM (14,35 KM/h)

Ergebnis:
Platz 24 in der Altersklasse M40, Platz 133 gesamt bei den Männern (264 im Ziel)

Dienstag, 10. Juni 2008

Zehe nicht gebrochen


Es ist bzw. war wohl doch nur eine harmlose Prellung. Heute konnte ich schon wieder problemlos 15 KM laufen.
Auch ein Wunder der Regeneration. Mir tut nichts weh. Etwas schwere Beine vielleicht, aber das war es dann auch an Nebenwirkungen, nachdem ich gestern schon wieder 53 KM mit Bergwertungen geradelt bin.

Morgen ein wenig Schwimmen und dann auf die Kurzdistanz in Peine vorbereiten. Das is der Plan. Das Wetter soll regnerisch werden , aber was soll's...


Dabeisein ist alles. Der Olympische Gedanke bei den Deutschen Meisterschaften. 2:20h an er Kotzgrenze und doch nur unter "ferner liefen" :-))

Sonntag, 8. Juni 2008

Kulmbach - Dt. Meisterschaften Mitteldistanz


Heute war die Generalprobe für den Start in genau 4 Wochen über die Langdistanz in Roth. Im Nachhinein eine echte Granate.
Eine Granate, nicht unbedingt, was meine bescheidende Leistung angeht, sondern in Bezug auf das, was andere zu Leisten im Stande sind. Highlights waren sicher die Teilnahmen von Norman Stadler (2-facher Hawaii-Sieger), Timo Bracht (Europameister Langdistanz) und Andreas Böcherer (Titelverteidiger) bei den Herren sowie Katja
Schumacher (mehrfache IRONMAN-Gewinnerin) und Katrin Paetzold (u.a. beste Deutsche in Hawaii 2008).

Nachdem es sich gestern nach langen Gewittern und Regen am Nachmittag abgekühlt hatte, ging heute früh um 5 Uhr die Sonne bei klarem Himmel auf. Um 5:30h frühstückte ich auf dem Zimmer, um später festzustellen, dass es auch im Hotel schon etwas zu essen gab :-(
Pünktlich um 7 Uhr war ich dann im 13 KM entfernten Trebgast am Badesee. Hier gab es nicht mehr ganz so viel zu tun - die Kleiderbeutel für den Wechsel Rad/Lauf und mit der Bekleidung nach dem Rennen hatten wir bereits am Samstag in Kulmbach in der Mönchshofbrauerei abgegeben. Nervosität gab es bei mir nicht m
ehr wirklich. Das war auch gut so. Ich hatte nämlich gestern Abend festgestellt, dass ich aus meinem Neo gewachsen bin und hatte diesen im Hotel nur mit Mühe und Not schliessen können. Heute konnte ich das ganze mit genügend Zeit und ruhiger angehen. Das Ding sitzt wie eine zweite Pelle. Etwas unangenehm und vor allem eng im Schulte-/Armbereich. Wasser drang jedenfalls nicht sehr viel ein

Bei etwas über 21 Grad Wassertemp
eratur war der Neoprenanzug dann auch erlaubt, ein Verbot wäre gruselig für mich gewesen und hätte weitere Zeitverluste nach sich gezogen.

Nachdem die Frauen um 08:00 Uhr auf die 2 KM-Strecke geschickt wurden, gingen wir um 08:30h auf den 2-Runden-Kurs mit kurzem Landgang. Das Schwimmen begann zunächst als ziemliche Prügelei, da der Startbereich doch etwas eng für alle Männer war. Hier wäre eine Aufteilung in zumindest 2 Startgruppen angebracht gewesen.
Es gab also reichlich auf die Mütze, die mir dabei verrutschte und im Gegensatz zum Neo vollief und auf dem Kopf hin- und herschwappte. Nach ca. 600 mtr konnte ich dann einigermassen rhythmisch schwimmen. Der Landausstieg bzw. der Wiedereinstieg war sehr unangenehm. Ich verhakte mit unter Wasser mit meinem rechten großen Zeh irgendwo (oder stieß gegen etwas). In der Folge konnte ich mich mehr mit den Schmerzen als mit beim "gepaddel" auseinandersetzten.
Nach 38:49h hatten die 2 KM auch für mich ein Ende. Jetzt galt es auf dem Rad nicht zu viele Plätze zu verlieren.

Das widerum war einfacher gesagt als umgesetzt. Schon nach einem KM schmerzten die Oberschenkel derart, dass an Druck auf die Pedalen nicht zu denken war. Der Puls stieg auf über 160 und ich wurde von anderen recht locker überholt.

Nach 10 KM kam das erste von 3 Mal der 16% Anstieg, gefolgt von einigen einfacheren, aber Längeren auf den nächsten 6 KM. Hier fragte ich mich ernsthaft, zu was ein Weitermachen gut sein soll.
Irgendwo zwischen KM 20 und 25 kam ich dann wieder zu mir, bekam den Puls in den Griff (es ging jetzt flach oder bergab), die Schmerzen vergingen und ich konnte mithalten. In der zweiten Runde wurde ich schon mutiger, um in der dritten Runde das zu geben was in Anbetracht des bevorstehenden Halbmarathons noch sinnvoll erschien. Ich konnte auf diesen beiden Runden so diverse Plätze wieder gut machen und war ganz guter Dinge, als ich nach 2:46h (inkl. beider Wechsel) und 86,5 KM auf das Gelände der Mönchshofbrauerei rollte.

Beim Laufen machte ich nun den Fehler den viele auf dem Rad machten - viel zu schnell angegangen. Schon nach zwei Kilometern hatte ich den Eindruck, dass mein Brustkorb auseinander fliegt.
Erst nach gut 5 KM und einer kurzen Gehpause an einem Verpflegungsstand bekam ich das in den Griff. Der Puls sank unter 155 und schon lief es/ich wieder und konnte weitere Plätzchen gut machen. Mit 1:30:49h ( 04:32min/KM) war ist denn auch wieder zufrieden.

Mein Zeh übrigens sieht, nachdem ich ihn von Schuhen und Socken befreit habe, hübsch bunt aus. Ungefähr wie eine fast reife Pflaume. Grün, Blau, Violet mit etwas Rot und Weiß... Ob er nur arg geprellt oder gebrochen ist, kann ich nicht beurteilen. Das bedeutet wohl Laufpause und Konzentration auf andere Trainings in der kommenden Woche. Dabei steht doch am Wochenende schon wieder die DM über die Kurzdistanz in Peine an...

Fazit:
Eine sehr schöne und professionelle Veranstaltung (kann man nach 25 Jahren aber auch erwarten) und ein
würdiger Rahmen für eine Deutsche Meisterschaft.

Mit meiner Finishzeit von 4:56:09 h bin ich genau da gelandet, was ich mir vorher ausgerechnet hatte. Platz 147 / Platz 31 AK40, finde ich dagegen nicht so toll. Aber, und da schließt sich der Kreis, es waren offensichtlich sehr viele Granaten unterwegs, die in der Lage sind, das notwendige Tempo für eine erfolgreiche DM zu bringen.
Gesamtsieger bei den Männern wurde Norman Stadler. Da er aber bei der Anmeldung das „Häkchen: Teilnahme DM“ nicht gesetzt hatte, darf er sich nicht deutscher Meister nennen, das wurde Timo Bracht in 03:51:31h vor Titelverteidiger Andi Böcherer (3:53:59h) . Bei den Damen stand Katja Schumann ganz oben auf dem Treppchen in 04:23:23h.

Montag, 26. Mai 2008

Dissen-Triathlon - ich könnte schon wieder

Kalt war's, hart war's und schön war's auch - zum großen Teil.

Da wie Radstrecke von 24 auf nur 16 KM gekürzt wurde, hatte ich mich entschlossen, zu meiner dritten Teilnahme den Hin- und Rückweg auch mit dem Rad zu gestalten.

Nach einer tollen sonnigen Woche fing es am Sonntag Morgen an zu regnen, der Wind nahm zu und es wurde wieder kälter. Ich glaube, wenn ich nicht angemeldet gewesen und meine Teilnahme zugesagt hätte, wäre ich nicht an den Start gegangen. So aber war ich schon um 11 Uhr als einer der Ersten in Dissen und musste feststellen, dass ich erst um 14:00 Uhr würde starten müssen. Da ich mir keine langen Sachen zum anziehen mitgenommen hatte, war ich schon ziemlich früh durchgefroren und freute mich um so mehr auf das immer sehr gut geheizte Hallenbad, in das wir um 12:40h eingelassen wurden. Die Zeit bis zum eigenen Start verging nun recht schnell im Gespräch mit Vereinskameraden und Bekannten.

Planmäßig, und das muss ich nicht weiter breit treten, kam ich mit einem Rückstand von gut einer Minute nach 09:12 min als letzter von unserer Bahn und musste nun zusehen, was ich an Boden gutmachen können würde. Der erste Wechsel dauerte noch ein wenig zu lange - ich vergaß eine Socke anzuziehen. Danach versuchte ich auf dem Rad bergan und bei Gegenwind von Dissen nach Wellingholzhausen alles zu geben, merkte aber schon nach kurzer Zeit den langen 27 KM-Lauf vom Samstag in den Beinen. Egal. "Das ist ja nur ein kurzer Sprint-Triathlon". Erst auf ca. der Hälfte des Rückwegs konnte ich meinen Kollegen Bernd am Berg überholen, sonst tat sich auf der Radrunde nichts. Die meisten Triathleten scheinen recht gut schwimmen und besser Rad fahren zu können. Meine Chance liegt fast immer beim Laufen und nur ein wenig auf dem Rad - obwohl ich mich hier wohl etwas verbessern konnte. Der Wechsel zum Laufen verlief planmäßig und ich versuchte nun alles zu geben was drin war. Ich konnte drei weitere Mitstreiter aus meiner Startgruppe überholen und hatte noch 01:01:06h mein Tagwerk beendet. 1 Stunde nahe der Kot...grenze - viel mehr ging nicht. Gut 10 Minuten hinter dem Sieger.

Viel zu intensiv für mich. Die Platzierung: 25. gesamt / 8. AK M40. Klingt nicht schlecht, aber wir waren nur 79 Finisher...

Am kommenden Sonntag findet unser eigener Triathlon statt. Zum vierten Mal und zum ersten Mal in Versmold. Mit knapp 200 Voranmeldungen haben wir bereits einen Vereinsrekord aufgestellt. Das wird eine schöne Veranstaltung werden, besonders, wenn das Wetter auch noch mitspielt.

In zwei Wochen starte ich dann ich Kulmbach über die Mitteldistanz als letzte wirklich Härteprobe vor den deutschen Meisterschaften (keine Chance) in Peine vor dem Ironman in Roth.

Vielleicht schiebe ich auf am Freitag Abend noch einen 9,2 KM-Lauf bei der Isselhorster Nacht dazwischen. Für einen Triathlon reicht die Zeit in dieser Woche nicht - aber ich könnte schon wieder ;-))

Sonntag, 18. Mai 2008

Kette rechts - Triathlon-Auftakt 2008

Endlich! 8 1/2 Monate warten sind vorbei.
Heute bin ich in Hameln über die Sprint-Distanz (0,5/20/5 KM) an den Start gegangen.

Mit knapp unter 10°C Grad und wolkigem Himmel war es im Freibad doch rattenkalt. Die gemessenen 24°C Wassertemperatur wollte auch niemand so recht glauben.

5 Starter auf einer angenehm breiten Bahn waren gut zu ertragen. Als vorletzter gestartet, kam ich als zweiter von der Bahn - Wobei mein Vordermann 100 Meter zu früh aus dem Wasser genommen wurde. Der Bahnenzähler hat sich wohl verzählt. Wie immer habe ich ca. 10 Minuten für die 500 Meter gebraucht. Da ändert bei mir weder viel noch wenig Training etwas.
Der anschließende Wechsel zum Rad dauerte mit 03:53Min. recht lange - wobei alleine der Weg vom Schwimmausstieg bis zum Rad gut 2 Minuten in Anspruch nahm. Das relativiert das ganze wieder.

Bei der Radstrecke handelte es sich um einen 2- Runden- Kurs mit 2 Wechsel- punkten und war mit zwei leichten Er- hebungen sehr gut fahrbar. Windschattenfahren (ohnehin verboten) kam, so weit ich das beurteilen kann, nicht vor. Kette rechts...
Radrunde 1 0:17:19h
Radrunde 2 0:16:40h
gesamt 0:33:59h ø 35,31 KM/h

Zurück im Hamelner Weserstadion benötigte ich 02:10 min für den zweiten Wechsel. Das war auch wieder OK.

Nun kam meine Paradedisziplin. Hatten mir auf dem Rad schon die Oberschenkel gebrannt, mußte jetzt alles raus ;-))
2 KM nach 7:30 Min. Eigentlich viel zu schnell, aber auf dieser kurzen Strecke konnte nichts schief gehen.
5 KM 0:17:12h. Das sind ø 17,44 KM/h (03:26 min/KM) Da lacht der ältere Triathlet.

Insgesamt benötigte ich also 01:07:19h.

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Offizielles Ergebnis von heute: 01:06:39h

M40
Gesamt 150. v. 366 Platz 28 / M40 (79 Finisher)
Swim 0,5 KM: 00:09:49 (45. M40)
Bike 20 KM : 00:39:38 (40. M40 / inkl. Beider Wechsel)
Run 5 KM : 00:17:13 (9. M40) -> 63 im Gesamtfeld
Mittelfeld in der Altersklasse. Bin jedenfalls sehr gut zufrieden.

Am nächsten Sonntag werde ich dann wohl in Dissen an den Start gehen. 0,5/16/5 KM. -> 16 KM Radstrecke reichen kaum zum warm machen...

Donnerstag, 15. Mai 2008

Trainingscamp Roth

3 Tage nichts anderes tun als trainieren, essen, trinken und schlafen. Ein Traum. Noch dazu wenn man mit einer kleinen aber guten Gruppe zusammen ist und sich in einer tollen Landschaft bei traumhaften Wetterbedingungen bewegt!

Nachdem sich die Anfahrt am Freitag Abend länger als geplant hinzog und ich erst kurz vor Mitternacht im Hotel eintraf, konnte es nur bergauf gehen.

Schon früh um 7 Uhr saß ich Samstag beim Frühstück. Zwei andere Teilnehmer gesellten sich kurz danach dazu. Einer aus dem Bergischen Land, der andere ein Wiener. Die ersten Gespräche ließen ein schönes Wochenende erahnen.

Um 9 Uhr hatte ich einen Termin beim "Kult"-Fahrradladen Fritz Buchstaller.
Fritz, vielfacher IRONMAN-Finisher mit einer Bestzeit von 09:30h, sollte und hat meine Sitzposition auf dem Fahrrad vermessen und neu eingestellt. Komplett entgegengesetzt zu dem was ich mir bislang erarbeitet hatte. Dabei war auch ein neuer Sattel fällig. Mit dem Alten ließ sich die optimale Position nicht erreichen.

Um 10:30h stand das erste gemeinsame Zusammentreffen mit anschließender Rennrad Fahrt auf der Wettkampfstrecke auf dem Programm. Leider, bzw. zum Glück aus Sicht der Teilnehmer, waren wir nur 8 Athleten/innen. Zusammen mit Arne Dyck, dem Veranstalter, Webmaster des Webportals Triathlon-Szene.de und fünfmaligem "ROTH"-Finisher führte uns die aktive Profi-Triathletin Heidi Jesberger über den 90 KM Kurs. Heidi, immer gut gelaunt, wohnt in Hiltpoltstein und kennt die Gegend fast wie ihre eigene Westentasche.
Wir fuhren in zwei Gruppen, eine schnellere (ich auch ;-)) ) und eine langsamere, damit kein Teilnehmer überfordert wurde.
Im Anschluß hatten wir ein wenig Zeit uns in einem nahegelegenen Cafe mit prima Kuchen und Kaffee etwas zu stärken.
Dann ging es zum Neopren-Testschwimmen in das Rother Freibad. Auf einer abgesperrten Bahn im 50-Meter-(Edelstahl-)Becken hatten wir alle ausgiebig Zeit, verschiedene Modelle der Hersteller ORCA, 2xU und Blueseventy zu testen.

Obwohl uns allen danach der Magen schon gefährlich knurrte, mussten wir auch noch den letzen Programmpunkt des Tages, eine Vorstellung der Produkte der Schweizer Firma SPONSER sowie einen Vortrag über die richtige Ernährung im Training und im Wettkampf über uns ergehen lassen, bevor es dann gegen 21:00 Uhr zum Abendessen in ein Hiltpoltsteiner Lokal ging.
Zu der Gruppe stießen dabei noch Ralf und Nina Eggert (ehemaliger (Ralf) bzw. aktive (Nina) Profis, sowie Jürgen Sessner (Trainer von Heidi Jesberger, ehemaliger Langstreckler, Trainingsexperte, Sporttherapeut und, und, und...) sowie Ex-Triathlonprofi Jürgen Hauber (Bestzeit 8:19h). Für mich persönlich war es eine neue Erfahrung und ein Erlebnis gleichermassen, solche interessanten Menschen einmal hautnah kennenzulernen und (nicht nur) über unseren Sport zu plaudern.

Der erste Tag war also schon recht lang und klang mit einigen leckeren Weizen aus.

Am Morgen des Zweiten Tages stand eine Sitzpositionsanalyse für alle bei Fritz Buchstaller auf dem Programm. Es gab niemanden, bei dem nicht mehr oder weniger korrigiert werden musste. Nachdem ich die Ausfahrt am Vortag schon ohne jegliche Schmerzen überstanden hatte, konnte ich die Leistung von Fritz nur wärmstens empfehlen.
Direkt im Anschluß fuhren wir wieder in zwei Gruppen. Diesmal wurden es 127 KM in 4,5h. Wieder in traumhafter Landschaft mit einigen kurzen aber knackigen Anstiegen bis zu 12 %, ebensolchen Abfahrten und Temperaturen um die 25°C.
Zur Abrundung liefen gleich im Anschluß noch 10 KM auf der Wettkampfstrecke am Main-Donau-Kanal.
Dieser schöne Tag klang in einem Steakhaus aus und dauerte bei guter Stimmung bis nach Mitternacht ;-)).

Am Montag ließen wir den "Early-Bird-Lauf" zugunsten eines etwas früheren Starts auf die Radstrecke aus. 5 Stunden "flach" waren angesagt. Heidi brachte uns wieder mit einer Punktlandung in 5:08h über die 144 KM lange Runde durch das Altmühltal und den Landkreis Roth. Zwischendurch stärkten wir uns auf einem Volksfest mit Kuchen und Cola. Ich holte mir einen super Sonnenbrand dabei. Trotz der Pfingstfeiertage hatten wir relativ wenig Autoverkehr, teilweise gar einsame Straßen und Wege.
Um 15:30Uhr nach dem Duschen in Jürgen Sessner's Fitnessstudio "CORPUS" ging dann leider das wunderschöne Wochenende seinem Ende entgegen.

Bei allen Bemühungen blieb es mir ein Rätsel, warum die Radstrecke in Roth häufig als "flach und schnell" bezeichnet wird. Flach ist sie schon aufgrund die vielen Hügel garantiert nicht. Bis auf einen rund 12 KM langen Abschnitt, auf dem aber wohl sehr sehr häufig der Gegenwind bläst. Die legendären Anstiege am Solarer Berg und am Kavalierenberg sind wir gefahren und wissen nun, was da auf den zwei Radrunden auf uns zukommen wird.

Bis zum 13. Juli - an der Startlinie!



Donnerstag, 8. Mai 2008

Trainingslager

Am Freitag geht es für 3 Tage über Pfingsten ins Trainingscamp nach Hilpoltstein. Direkt nach der Arbeit donnere ich die 500 KM Richtung Roth zur Vorbereitung für das Event, dass (schon!!) in gut 2 Monaten stattfindet.
Laufen und den Büffel über die original Wettkampfstrecken treiben, Schwimmen, allerdings (Gott sei Dank) im örtlichen Hallenbad. Vermessung der Sitzposition auf dem Rad, Vorträge und hoffentlich gute Tipps kommen hinzu.

Mal sehen, wie das so abgeht. Das ist mein ersten Trainingslager überhaupt. Der Wetterfrosch versprich ja nur Gutes ;-)

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Sonntag, 4. Mai 2008

... und heute Platz 108 beim Halbmarathon In Hannover

Soooo!
Geht doch!
Heute war wieder "Reiner-Döpke-Wetter". Nur eine Woche nach dem nicht zu schlechten Abschneiden in Hamburg über die die Marathon-Distanz stand heute der "Halbe" auf dem Programm.

Ideal für mich: Durch den späten Start um 11:00 Uhr stand die Sonne schon ziemlich hoch am Zenit und die Temperaturen näherten sich der 20-Grad-Grenze. Als praktizierender Warmduscher liebe ich muckelig warme Temperaturen und hatte immer, wenn der Wind ungünstig kam, eine Gänsepelle :-))

Nicht so ideal und eine Duplizität der Ereignisse im Vorjahr: Durch meine späte Anmeldung vor erst 2 Wochen, wurde meine Bestzeit nicht mehr berücksichtigt und ich musste aus dem letzten Startblock heraus das Rennen angehen. Auch das ist aber nicht so furchtbar tragisch, da ich nach der Belastung in Hamburg und den 100 Radkilometern von gestern keine neue Bestzeit erwartete. Dennoch: wenn man sich plötzlich in einer Gemeinschaft von Übergewichtigen und Lahmen (Walker starteten separat) befindet, ahnt man schon was kommt: Fast zwei Minuten vom Startschuß bis zum Überqueren der Startlinie sowie Kraft- und Zeitraubende Überholversuche, besonders auf den ersten 2 Kilometern. Danach geht es vierspurig am Maschsee entlang. Hier entzerrt sich das Feld schnell.
Die Zwischenzeiten waren mir ziemlich egal - ich habe nicht eine gestoppt und auch viele Kilometermarkierungen einfach übersehen. War zu sehr mit mir selbst und der Umgebung beschäftigt. Nur nach 10 KM sah ich die 1,5 Stunden doch in Gefahr. Das war mein einziges Ziel: Unter der miesen Marke vom Paderborner Osterlauf zu bleiben.


Um es kurz zu machen: während des Laufs wurde ich, glaube ich, nur ein oder zweimal überholt. Das macht immer wieder Spaß. Vor allem, wenn diejenigen, ich ich selbst überholen will, anfangen zu kämpfen und sich dabei hoffnungslos übernehmen. Taktische Spielchen machen den Lauf recht kurzweilig für mich.
Auf den letzen 4 Kilometern habe ich dann eine kleine Gruppe mit 3 anderen Läufern gebildet, die sich gegenseitig ins Ziel gezogen haben. Soll macht's Spaß.

Zielzeit: 1:28:53h - Platz 108 / Alterskl.Platz 25
Finisher im Ziel: 2.999 Männer plus 1.117 Frauen
Durchschnittspuls: 150!! Hö hö hö

-> damit bin ich fünfttschnellste "Frau"

Keep on Running - in drei Wochen ist Triathlon-Auftakt. Die Grundlagen sind gelegt, die Saison kann beginnen.

Samstag, 3. Mai 2008

Heute 100 Km mit dem Büffel...


Herrliches Frühlingswetter. 14-16 Grad, zunächst Sonnenschein, später wolkig.
Der Büffel schrie förmlich nach einer Ausfahrt - die er dann auch bekam.
Zunächst 20 KM flach über Füchtorf, Milte nach Glandorf, dann die Bergwertung in Holperdorp. Hier bin ich dann auch merkwürdige Schilder gestoßen, denen ich dann einfach mal nachgefahren bin. Über wirklich schöne einsame Wirtschaftswege ginge es irgendwie in Richtung Lengerich - eigentlich wollte ich ursprünglich nach Melle :-).
Irgendwann stelle ich fest, dass die Schilder wohl den heutigen Belmer Radmarathon markierten, denn ich kam in eine Horde Rennradfahrer (viele Niederländer - aber ohne Wohnwagen am Rad), die am ersten Anstieg gleich arg zu kämpfen hatten. Schon bald klinkte ich mich wieder aus, fuhr über Hasbergen, Hagen und Holperdorp zurck. Am Ende waren es exakt 100 KM als ich nach 03:25h wieder zuhause. Super. Hat viel Spaß gemacht.

... und morgen Vormittag dann der Halbmarathon in Hannover.
CU

Donnerstag, 1. Mai 2008

4 Tage später

Nachdem ich am Montag zwar schon wieder einigermaßen schmerzfrei Treppen steigen könnte (hatte selten einen so starken Muskelkater ;-) ), habe ich am Dienstag etwas im Fitnessstudio herumgeturnt.
Am Mittwoch Abend musste ich dann unbedingt wieder laufen. Rennen, genauer gesagt. Viel zu schnell aber mit viel Spaß und neuen blauen Zehennägeln. So ein Schietkram.

Heute hat es nur zu einer 50 KM Radrunde auf dem Büffel gereicht (Tag der Arbeit eben), was aber trotz des starken Windes sehr viel Spaß gemacht hat.

Am Sonntag werde ich wohl planmäßig den Halbmarathon in Hannover laufen, zuvor steht für Samstag eine XXL-Radtour auf dem Zettel.

Die Saison hat begonnen!

Sonntag, 27. April 2008

Hamburg-Marathon


Hier kommt auch noch die Platzierung:

Platz 1.011/ Alterklassen Platz 287

12. Marathon Finish in Hamburg

Es war heute „Reiner-Döpke-Wetter“! Super Sonnenschein schon vor dem Start. 12 Grad beim Start und sicher gute 20 Grad unterwegs. Was will man mehr?
12 Starts seit 2003 - 12 Mal, davon 4 Mal in Hamburg, gefinished. Darüber freue ich mich heute einmal mehr.

Trotz einer fast 6-monatigen Verletzungszeit bin ich mit 3:13:56h über die Runde gekommen.

Näheres auf meiner Website.

Alloha!



Sonntag, 20. April 2008

Anmeldung zum Hannover (Halb-)Marathon

Kaum läuft es sich wieder einigermaßen gut - schon ist die nächste Spitze fällig.

Nur 7 Tage nach dem Hamburg-Marathon am kommenden Sonntag laufe ich in Hannover am 4. Mai den Halbmarathon. Zum vierten Mal in Folge. Eine gute Tradition sozusagen. Es macht mir jedes Mal viel Spaß durch die alte Heimat zu laufen (mit Ausnahme der Nordstadt).
Da der ganze Marathon ab diesem Jahr nur noch ein 1-runden-Kurs ist, wird auch der interessant. Vielleicht in 2009? Bislang konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich einen Marathon auf einem 2-Runden-Kurs laufen könnte. Rein mental. Mehr Runden sind OK - aber 2 Halbmarathons: undenkbar.
In der nächsten Woche werde ich es dann also etwas ruhige und vor allem langsamer angehen lassen. Schwimmen / Kraft und vielleicht 2 lockere Läufe stehen auf dem Programm.
Am Sonntag geht es dann auf dem Traditionellen Kurs durch Hamburg. Hoffentlich haben wir wieder gutes Wetter.

Mittwoch, 16. April 2008

These: Schneller laufen = gesünder?

Es klingt vielleicht merkwürdig und widerspricht den Feststellungen der Fachleute in deren Untersuchungen: Seit dem ich wieder schneller laufe, geht es mir gesundheitlich besser. Zumindest was irgendwelche Schmerzen am Bewegungsapparat angeht. (Knock on wood!)
Das wiederum bestätigt meine Beobachtungen an mir selbst aus dem letzten Jahr, in dem ich bis kurz vor Saisonende
a) im Training in Dover fast immer schnell gelaufen bin
und
b) fast wöchentlich an Triathlon- oder Laufwettkämpfen teilgenommen habe.

"Erst " am vorletzen Wettkampf hat es mich dann ja erwischt.

Seit knapp zwei Wochen laufe ich jeden zweiten Tag. Fast immer schnell. Wenn nicht schnell, dann aber zügig und lang. 125 KM sind zusammengekommen - und das schmerzfrei von heute auf übermorgen.
Ich will das nicht überbewerten - letztendlich liegt der Laufumfang weit unter meinen besten Zeiten als reiner Läufer zurück (vor meinem Bandscheibenvorfall waren über 100 KM pro Woche normal, die Spitze waren 180 KM), aber ich bin wirklich positiv gestimmt. Das Training macht plötzlich wieder Spaß.

11 Tage noch bis zum Hamburg-Marathon. Das sind noch mindestens 3 intensive Läufe in dieser Woche, davon einer am Wochenende über 30-32 KM.
Die letzte Woche wird dann ehr sehr ruhig. Auf das lehrbuchmäßige Tapering stehe ich nicht so...

Kepp on running!